Bei jedem größeren Bauvorhaben hat der versierte Bauherr
einen fachkundigen Vertreter. Selbst bei
Generalunternehmer-Verträgen wird der Bauherr in allen
aufkommenden Fragen vertreten und die Abrechnung wird durch diesen
Vertreter geprüft.
Bei IT-Projekten wird hingegen zumeist darauf verzichtet. Der
Auftraggeber scheut die zusätzlichen Kosten, die ausführende
Firma (der Lieferant) erwartet auf diese Weise seinen Gewinn zu
erhöhen und möchte seine Marge mit niemanden Teilen. Leider
ist diese Sichtweise sehr kurz gedacht. Die Einschaltung eines solchen
fachkundigen Vertreters bringt derart große Vorteile, dass die
zusätzlichen Kosten um ein mehrfaches übertroffen werden.
Dies hat folgende Gründe:
Vorteile für den Auftraggeber
Die Einführung eines neuen Softwaresystems bedeutet für
den Auftraggeber eine enorme zusätzliche Belastung. So
müssen seine Mitarbeiter nicht nur wie bisher das
Tagesgeschäft weiter aufrecht erhalten, sie müssen auch die
Anforderungen des neuen Systems definieren und das neue System
erlernen. Wie soll hier noch zusätzlich ein Mitarbeiter die
Projektleitung übernehmen?
Die Mitarbeiter sind gut in dem, was Ihre Aufgabe ist. Wie sollen
sie ohne dafür speziell ausgebildet worden zu sein oder eine
entsprechende Erfahrung zu haben, nun ein IT-Projekt leiten, wo sie
sonst Kaufleute oder Fachleute für andere Bereiche sind?
Ein einfacher Vergleich: Keine Firma lässt ihre Mitarbeiter
ihre Autos selbst reparieren (es sei denn sie hat eine eigene
KFZ-Werkstatt). Warum sollen solche Mitarbeiter nun eine entsprechende
IT-Projektleitung hingegen beherrschen, die sie genauso wenig gelernt
haben, die aber viel schwieriger ist als ein Auto zu reparieren.
IT-Systeme sind nun mal komplexer als Autos.
Ein guter externer Berater kennt die Probleme bei IT-Projekten.
Der Auftraggeber bekommt ungeschöntes, kompetentes Projektbild.
Der Auftraggebervertreter überwacht jederzeit, dass nur das
geleistet wird was der Kunde wirklich benötigt. So werden Irrwege
in dem Projekt vermieden.
Vorteile für den Auftragnehmer
Der Auftraggeber ist häufig nicht in der Lage, seine
Bedürfnisse zu spezifizieren. Häufig wird sich
hauptsächlich damit beschäftigt, was jetzt schlecht
läuft ohne dass die guten Seiten der Altlösung genügend
dargelegt werden. Es wird implizit angenommen, dass das ja eh wieder
gehen wird. Der unabhängige Betreuer kann genau dies erkennen und
gegensteuern. So erhält der Lieferant von vornherein ein besseres
Bild von der zu leistenden Funktionalität und kann effektiver
entwickeln.
Sollte es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Lieferanten und
Käufer kommen, kann der Auftraggebervertreter vermitteln. Er wird
von beiden Seiten als unabhängig geschätzt, da er nur am
Projekterfolg an sich interessiert ist.
Somit ist es für alle Seiten eine win-win-Situation:
Der Auftraggeber bekommt schneller und günstiger eine
bessere Lösung
Der Auftragnehmer hat einen zufriedenen Kunden und hat
höhere Planungssicherheit in seinen Projekten
Der Auftraggebervertreter hat zwei zufriedene Partner und wird weiter
empfohlen.
Leider hat sich auch im Baubereich diese Erkenntnis bis heute nicht
flächendeckend durchgesetzt, obwohl gerade dort mit entsprechenden
Positionen beste Erfahrungen gemacht werden. Sollte Ihnen diese
Argumentation einleuchten (egal ob als Auftraggeber oder Auftragnehmer)
würde ich mich sehr freuen, Ihnen in einem persönlichen
Gespräch meine Dienstleistungen unverbindlich zu erläutern.