Die Statik beschäftigt sich im
Bauingenieurwesen mit der Tragfähigkeitsberechnung von
Gebäuden und Gebäudeteilen.
Dies geschieht überlicherweise in zwei Schritten:
1. Schritt: Kräfte ermitteln
Mittels geeigenter Methoden, zum Beispiel
Weggrößenverfahren, Kraftgrößenverfahren oder
Finite Elemente Methode (FEM) werden die Kräfte, die innerhalb
eines
Bauteils (die sogenannten Schnittkräfte: Normalkraft, Querkraft
und Moment) ermittelt. Zugrunde liegen genormte Lastannahmen für
Eigengewicht, Verkehrslasten (statische und gegebenenfalls auch
dynamische Lasten) sowie weitere Lasten wie Schnee, Wind oder Erdbeben.
2. Schritt: Bauteile dimmensionieren
Aufgrund der gegebenen Schnittkräfte können die einzelnen
Bauteile dimmensioniert werden. Hierbei wird im Bauingenieurwesen
überlicherweise nach Material unterschieden:
Massivbau (für Beton, Stahlbeton und Mauerwerk)
Stahlbau (dazu wird häufig auch Glas gezählt)
Holzbau
Für die Ermittlung der Kräfte innerhalb eines Bauteils ist
ein erhöhter Rechenaufwand nötig. Da bereits mit einfachster
EDV diese Berechnungen wesentlich erleichtert werden können,
dürfte der Grund dafür sein, dass dies die erste Anwendung
der Bauinformatik ist.
Für statische Berechnungen stehen seit vielen Jahren spezielle
Programme zur Verfügung. Nach meinem Kenntnisstand ist
deswegen dieser Bereich nur noch für sehr komplexe Probleme und
Randbereiche für die Bauinformatik als Wissenschaft von Bedeutung.